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Hello my Dear...||Chris & Amon ||Tattoostudio
Hello my Dear...||Chris & Amon ||Tattoostudio
invon Amon • 8 Beiträge
| Sexualität | Bisexuell |
| Beziehungsstatus | Solo |
| Beruf/ Aufgabe | Bäcker/Konditor |
| Wohnistuation | - |
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Erschöpft hatte sich der Blondschopf nahe dem Brunnen niedergelassen. Der Weg war ein weiter gewesen und nun musste dieser erst einmal zur Ruhe kommen. Seine Gruppe hatte sich verteilt. Er war immerhin nicht allein gekommen. So schwer der Weg auch war, wurde er immer einfacher, wenn man nicht allein blieb. Seinen aus Leder hergestellten Wasserschlauch am Brunnen füllend, trank er aus dem hiesigen Eimer und schlug sich mit den Händen etwas Wasser in sein Gesicht. Das angenehm kühle Nass ließ er einfach von seinem Gesicht perlen, als er sich ein wenig umsah. Die letzten Wochen und Monate, ja gar Jahre, lebte er in ausgebrannten Städten. Städte, welche die Menschen wieder aufzubauen versuchten. Mit Menschen, die sich an ihr altes Leben zu klammern versuchten. Diese kleine Siedlung hier. Nein, eher ein kleines Dorf, wirkte trotz der modern wirkenden Hausfassaden, ganz anders. So friedlich und wohlgesonnen. Ein einladender Ort, mit Menschen, die einander grüßten ganz, gleich woher man kommen mochte. Kindern, die offensichtlich hier geboren waren und das hiesige Leben zu schätzen wussten, indem sich miteinander spielten.
Der Hüne von Mann sah sich ein wenig um. Kapselte sich für einen Moment vom Rest der Gruppe ab und betrat den Laden, auf welchen man ihn hingewiesen hatte. "Halloo?!", rief er durch den leeren Raum, welcher nach Tattoofarbe und Desinfektionsmittel roch. "Man hat mir gesagt, hier soll ein Chris leben? Ein Blondschopf, der sich hier gut auskennt." Schüchtern war Amon sicherlich nicht. Eher der extrovertierte Mensch, der gerne auf andere zuging und sich vieles zeigen ließ, um in diesem neuen Leben zurechtzukommen.
@Chris Miller
RE: Hello my Dear...||Chris & Amon ||Tattoostudio
invon Chris Miller •
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| Beruf/ Aufgabe | noch keine |
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Seit dem Fest am 1. Oktober waren schon einige Tage vergangen, Chris und Six hatten sich auch noch das ein oder andere Mal gesehen.Six war für ihn da, redete mit ihm, er half ihm, mit dem Verlust seines Bruders ein wenig zurechtzukommen, aber zu diesem Punkt, dieser Nähe wie in dieser Nacht, kamen sie nicht zurück. Man konnte die Zeit nicht zurückdrehen, Chris würde diese Nacht nie vergessen, selbst wenn es nie wieder was zwischen ihnen sein würde, würde er ihn wohl nie vergessen und ihn als Freund behalten wollen. Aber das würde die Zeit zeigen, er hatte leider ganz andere Probleme, als er an dem Morgen zurückkam, war sein Bruder verschwunden. Er hatte ihn lange gesucht, Chandler und alle, die noch nüchtern waren, was in dieser Nacht nicht viele waren, halfen beim Suchen. Sein Motorrad war auch weg. Vielleicht hatte er einen Unfall gehabt und deshalb suchten sie auch die ganzen Straßen ab. Aber sie fanden ihn nicht, nun stand Chris seit eben diesem Abend, der bei weitem der schönste in seinem bisherigen Leben war, ganz alleine da. Chandler versprach ihm, sich um ihn zu kümmern, wenn er Hilfe brauchte. Er könnte auch zu den Chosen ziehen, aber Chris wollte aus der Wohnung und dem Tattoostudio nicht weg. Natürlich verdienten sie jetzt auch nichts mehr, er konnte ja nicht Tätowieren, und was sein Bruder alles noch getan hatte. Aber der Laden war immer noch offen. Chris bot seine Hilfe an, für neue Bewohner, er zeigte ihnen die Stadt und half ihnen, ein Haus zu finden. Er half ihnen, Arbeiter zu finden, die beim Renovieren halfen. Oft wurde sein Angebot zwar noch nicht angenommen, aber er bekam schon mal Nahrungsmittel oder Kleidung dafür geschenkt.
An dem Nachmittag war er im Studio und betrachtete sich die Bilder, die sein Bruder gemalt hatte, er war ziemlich traurig und wünschte sich, dass es seinem Bruder gut ging. Dass er vielleicht von irgendwelchen Leuten gerettet wurde, die ihn mitgenommen hatten. Vielleicht würde er ja eines Tages wieder hierherkommen.
Er wischte sich eine Träne aus den Augen und hörte die Stimme eines Mannes und sprang auf und ließ raus, wischte sich noch sein Shirt glatt und ging auf den Mann zu. „Hy ich bin Chris wie kann ich dir helfen“. Er betrachtete sich den großen, schlanken Mann. Neugierig betrachtete er die schwarzen Arme des anderen, viel konnte man durch die Kleidung nicht sehen.
Blickte ihm dann wieder in die Augen. @Amon


RE: Hello my Dear...||Chris & Amon ||Tattoostudio
invon Amon • 8 Beiträge
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Amon war neu. Er hatte keinerlei Ahnung, was der Blondschopf in den letzten Tagen durchlebt haben musste. Dass er nicht der Tätowierer hier war, sondern lediglich seinem Bruder half diesen Laden zu führen. Ein Laden, der wohl bald sein zeitliches segnete, wenn kein neuer Besitzer die Chance ergriff. Keiner hatte ihm gegenüber ein Wort darüber verloren. Wozu auch? So ahnte er ja nicht, dass er zumindest einen kleinen Trost im Gepäck gehabt hätte für den noch fremden Mann, welcher ihm sogleich unter die Augen treten würde. Die Sichtung der Nacht von einem Motorradfahrer, welcher sie fluchtartig fast überfahren hätte, wäre durchaus interessant für Chris gewesen und hätte diesen immerhin hoffen lassen. Hoffen darauf, dass sein Bruder noch leben könnte und dennoch in der Unwissenheit, warum er wohl geflohen war. Wäre der Gedanke eines Toten also nicht viel tröstender als in stetiger Unwissenheit zu leben?
"Wunderbar!", kam es begeistert aus dem Mund des Hünen, welcher prompt offenherzig auf den Blonden zulief und ihm höflich lächelnd die Hand entgegenstreckte. "Amon. Man hat mir draußen gesagt, du könntest mir helfen. Angeblich soll es hier eine Bäckerei geben und wie mir zu Ohren gekommen ist, soll die Bäckersfrau abgesprungen sein.", erklärte er und blickte in die noch verquollenen Augen seines Gegenübers. "Ich kann Backen und dachte, ich mache mich hier nützlich, um mir die Frage zu beantworten, ob ich hie bleiben will." Sprach er schließlich weiter und holte noch ein weiteres Mal aus. "Wenn du mir einen Rundgang gibst und mir zeigst, wo ich arbeiten kann, backe ich dir als Dankeschön einen Kuchen."
RE: Hello my Dear...||Chris & Amon ||Tattoostudio
invon Chris Miller •
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Chris betrachtete den jungen Mann vor sich immer noch, einen Mann der so viel Haut Tätowiert hatte, hatte Chris noch nie gesehen, Obwohl, vielleicht waren ja nur die Arme schwarz und der Rest nicht, dass konnte man ja nie wissen. Chris war sich nicht bewusst, dass man es ihm ansah, dass er vom weinen verquollene Augen hatte, er hatte die letzten Tage so viel geweint, dass er fast keine Tränen mehr hatte. Die Menschen hier im Ort, gingen ihm aus dem weg, die meisten zumindest. Vielleicht wusste sie nicht was sie zu ihm sagen sollten, oder sie interessierten sich nur um ihre eigenen belange.
Der Blonde war größer als Chris, so sah er zu ihm, hochnahm dann die Hand des anderen und lächelte ihn an, drückte dessen Hand und behielt sie einen Moment in seiner Hand, ehe er ihn wieder losließ. „Amon, du bist neu in der Stadt, ich habe dich hier noch nie gesehen“. Er dachte einen Moment lang nach. „Ja bevor ich herkam, gab es eine Bäckerin, sie war leider nicht lange da, sie ist weiter gezogen, schade. Wir backen immer noch, jeder, der Lust hat, kann sein Brot in der Backstube backen, wir machen einmal die Woche den Backofen an. Aber wieder einen Bäcker zu haben, das wäre schon toll“. Er lauschte weiter den Worten des anderen und nickte. „Klar kann ich dir die Stadt zeigen, wir müssen eh ein Stück gehen bis zu der Bäckerei, sie ist im Stadtkern. Wir können es auch jetzt machen, ich habe Zeit“. Er holte seine Jacke und ging zur Tür. „Mein Bruder ist Tätowierer, der wäre sicherlich erfreut, deine Tattoos sehen zu können. Aber er ist nicht mehr da“. Chris schluckte und ging schon mal raus, der junge Mann würde ihm folgen.
"Wir gehen hier die Straße hoch, wenn du willst, kann ich dir auch das Viertel der Chosen zeigen und die alten Holzhäuser am Waldrand.".. @Amon


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invon Amon • 8 Beiträge
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Woran es liegen mochte, dass niemand mit Chris lag, konnte der Tätowierte kaum wissen. Er wusste ja nicht einmal, dass dieser überhaupt etwaige Probleme mit sich führte, die ihn dazu veranlassten die ganzen Tage zu weinen. Alles, was er wusste und sehen konnte, war lediglich der Umstand, dass er geweint haben musste. Keine Eisbeutel dieser Erde hätten diesen Umstand verbergen können. Freundlich lächelnd, schüttelte er die Hand seines Gegenübers und nickte beinahe überschwänglich. „Vollkommen richtig. Ich will mich lieber gleich in das Getümmel stürzen und etwas machen. Herumsitzen ist nicht sonderlich mein Ding. Dafür ist das Leben viel zu kurz.“ Den Worten lauschend, versiegte das Lächeln kaum. Alles schien so, als könne Amon endlich eine Aufgabe erfüllen und eventuell sogar an einem Ort sesshaft werden. Mehr wollte der Hochgewachsene doch gar nicht. „Wie wäre es, wenn du mir erst mal die Bäckerei zeigst. Dann kann ich sehen, ob es oben drüber eine Schlafmöglichkeit gibt. Du nimmst es mir sicher nicht übel, wenn ich heute keine langen Strecken mehr laufen möchte, oder?“ Dabei lächelte der Blondschopf noch immer sehr freundlich in die Richtung des kleineren. „Aber wenn du willst, kannst du mir den Rest Morgen zeigen. Bis dahin habe ich auch sicher etwas Leckeres für dich gebacken. Immerhin muss ich auch Leute kennenlernen, die mir Ware bringen, um überhaupt backen zu können.“ Eine Hand wusch ja immer die andere. Geld gab es nicht mehr, beziehungsweise hatte dieser keinen Wert mehr. Wäre es nicht schön, wenn jeder etwas beitrug und dafür frisch gebackene Ware erhielt?!
@Chris Miller
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invon Chris Miller •
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Chris sah den blonden Mann an und blieb einen Moment an seinen Augen hängen. Es war immer wieder schön, ein neues Gesicht zu sehen. Vor allem lenkte es den jungen Mann ab, immer nur an seinen Bruder zu denken und traurig zu sein. Weil er ihn wohl nie wieder sehen würde. „Da hast du recht, das Leben ist zu kurz, man sollte das Beste daraus machen“. Und wenn der Fremde in einer Backstube backen wollte, warum sollte er das dann nicht dürfen, immerhin gab es hier eine Bäckerei ganz in der Nähe. Und mal wieder frisch gebackenes Brot zu essen, oder einen leckeren Kuchen. Das wäre echt mal etwas anderes.
Chris lächelte und nickte ihm zu. „Du kannst auch erst mal bei mir übernachten, auf dem Sofa. Also denke nun nicht, dass ich verrückt bin. Ich lasse nicht jeden Fremden bei mir übernachten“. Er konnte sich ja auch in seinem Zimmer einschließen, wenn er jemals Angst haben würde, mit Amon alleine in der Wohnung zu sein.
„Möchtest du heute noch die Bäckerei anschauen, immerhin sie ist ja fast um die Ecke“.
Er knabberte auf seiner Unterlippe herum und sah ihn an, deutete mit der Hand in eine Richtung. Ich kann dir auch was zum Trinken anbieten und was zum Essen machen. Ich habe in letzter Zeit so wenig Besuch, ich freue mich, wenn ich einen Abend nicht alleine bin“.
Er lauschte den Worten des anderen und musste schmunzeln über die Zuversicht des Blonden. Er glaubte wirklich, dass er hier alles zum Backen bekommen würde, was er so brauchen würde. Chris hoffte das wirklich, aber er kannte sich hier nicht wirklich aus. Aber er würde versuchen, ihm zu helfen, Nahrungsmittel aufzutreiben, die er zum Backen brauchen würde.
Chris klatschte in seine Hände. „Also sollen wir jetzt zur Bäckerei gehen, oder willst du erst mal was trinken und essen und ich zeige dir mein Sofa, wo du heute Nacht schlafen kannst. In der Bäckerei hat vor einigen Monaten eine Bäckerin gearbeitet und sie hat auch dort gewohnt. Vielleicht ist die Wohnung über der Backstube noch intakt. Ich kann sie dir zeigen na ja die Schlüssel müssten wir noch in der Bibliothek abholen, Jonas hat alle Schlüssel von vielen Häusern, die nicht vergeben sind gesammelt“. @Amon


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invon Amon • 8 Beiträge
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Dem Hünen stand es nicht zu, einen Fremden zu fragen was los sei oder gar geschehen war. Natürlich war Amon von Natur aus schon ein sehr neugieriger und interessierte Mensch, wusste aber die Privatsphäre anderer durchaus zu respektieren. Sie kannten einander ja nicht und so sorgte er doch viel lieber dafür, den Blondschopf ein wenig aus seinem Schneckenhaus zu locken und ihn auf andere Gedanken zu bringen. „Immer. Ich meine sieh uns nur an? Wir sind eine der wenigen letzten Menschen auf der ganzen Erde.“ Dabei meinte Amon dies keinesfalls abwertend. Er strahlte regelrecht, obgleich der langen Reise die er bis hierhin getätigt hatte. Natürlich war er doch ein wenig überrascht, was man aufgrund der geweiteten Augen erhaschen konnte. Bei ihm übernachten? War er denn verrückt geworden? Obwohl. Warum denn eigentlich nicht? Ganz allein in einem Haus würde dem Tätowierten wahrlich Unbehagen bereiten. War er dies doch von klein auf gar nicht gewohnt. Auch die letzten Jahre war er wenig allein. Ihm fehlte es mit anderen zu sprechen oder auch mal scheiße zu bauen. „Wenn es dir nichts ausmacht, dann gern.“
Und so klatschte Amon freudig in die Hände und grinste über beide Ohren. „Ich habe eine Idee. Du zeigst mir dein Haus und meinen vorübergehenden Schlafplatz. Dann machen wir zwei Hübschen es uns ein wenig gemütlich und du erzählst mir ein wenig von diesem Ort. Und morgen in aller frische, zeigst du mir die Bäckerei und alles andere. Heute kann ich eh nichts mehr machen.“ Dafür war er viel zu ausgelaugt von der Reise aber auch angenehm überrascht von einem so netten jungen Mann, der bereitwillig alles teilte, was er hatte. Dies war zugegeben sehr selten der Fall.
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invon Chris Miller •
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Chris sah ihn an und dachte einen Moment nach, ja sie wurden immer weniger, nach jeder Naturkatastrophe waren es weniger Menschen. Ob es nun die Erdbeben waren, die Tsunamis, die große Hitze die 5 Jahre lang ging. 5 Jahre verdorrten die Pflanzen auf dem Feld und alle Brunnen trockneten aus. „Wir haben es geschafft“, murmelte er und musste an Finn denken und schüttelte seinen Kopf. Dieser hätte ihn nie einfach so verlassen, es musste an dem Tag des Festes was passiert sein. Dieser hätte ihn nie alleine hier zurückgelassen.
Er wischte sich über seine Augen und lächelte dann wieder. Das Lächeln des anderen steckte wirklich an, zumindest war Chris heute nicht alleine und das war schon mal was.
Chris atmete einmal tief ein und aus und wiegte leicht seinen Kopf.
„Ich kenne dich nicht, aber ich denke nicht, dass jeder, der einem begegnet, böse ist. Du darfst gerne auf dem Sofa schlafen, ich werde mich wohl trotzdem in meinem Zimmer einschließen“. Er zuckte mit seinen Schultern. „Na ja oder auch nicht, das wird sich zeigen“. Es konnte ja sein, dass er in der Nacht Angst bekommen würde und dann war es sicherer, sich einzuschließen.
Chris grinste, als Amon in die Hände klatschte. „Ich lebe erst seit kurzem alleine. Mein Bruder, der Tätowierer, lebte hier, aber er ist vor 2 Wochen verschwunden. Ich hoffe natürlich, dass er wieder kommt. Aber seitdem wohne ich hier alleine. Also möchtest du zuerst was trinken. Wir haben frisches Wasser, aus dem Hahn, aber es kommt aus einem Speicher oben auf dem Berg. Und ich habe gestern Limonade gemacht aus Beeren, die ich im Wald gesammelt habe. Alkohol habe ich keinen, aber wenn du mal Bier willst oder Schnaps, das wird hier im Ort gebraut und gebrannt. Ich kann dich dort hinbringen, wo man es kaufen kann“.
Er stand auf und ging zur Tür. „Komm mit, wir müssen die Treppe hoch, die Wohnung ist oben“. Er ging vor ihm her und sie kamen im Flur an, von dem ein paar Türen abgingen. „Ich habe gestern Eier geholt und Brot habe ich auch da, wir können uns später was zum Essen machen“. Er ging davon aus, dass Amon auch Hunger hatte.
„Also hier oben gibt es 3 Zimmer und ein Bad und eine Küche, also das Zimmer von meinem Bruder, da möchte ich nicht, das da jemand drin ist. Da bleibt das große Sofa im Wohnzimmer, Bettzeug habe ich auch und ein Kissen“. Er ging vor ihm her und öffnete die Tür zur Küche und ging vor ihm rein. „Wir haben Strom und warmes Wasser, du kannst nachher duschen, wenn du willst“.
@Amon


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invon Amon • 8 Beiträge
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Natürlich bekam Amon mit, dass Chris kurzweilig in seinen Gedanken abdriftete. Sah wie dieser sich über die Augen rieb und doch wollte er ihm heute einen schönen Tag bescheren. Weinen konnte er noch lang genug. Warum auch immer, würde Amon sicher noch in Erfahrung bringen. Doch gab es wohl auch Dinge, die ihn schlichtweg nichts angingen. „Das darfst du auch. Nicht das ich nach all der Zeit noch auf die Idee komme dich heute Nacht zu vernaschen.“, scherzte dieser ein wenig und begann zu lachen. Dabei wuschelte er dem Blondschopf durch das dichte Haar. „Mach dir nicht so viele Gedanken. Manchen fällt einfach die Decke auf dem Kopf und dann müssen sie ihren Trieben nachgeben. Wer weiß, vielleicht wollte er einfach mal etwas anderes sehen.“, sprach er ihm Mut zu und lauschte weiter. „Limonade klingt toll.“, strahlte er nur so voller Lebensfreude. „Auf das Bier komme ich vielleicht Morgen zurück. Du kannst mir ja Abends mal eine Bartour geben. Wer weiß, was es hier alles so zu entdecken gibt.“ Kurz sprach dort die Abenteuerlust aus ihm heraus. Bars und etwaiges war ein seltenes Gut, aber sicherlich gut um Kontakte zu knüpfen.
Dem Blonden auf den Hintern schielend, genoss Amon diese Aufmerksamkeiten sichtlich. Noch nie hatte er sich irgendwo so sehr willkommen gefühlt wie hier. Sich durch den oberen Teil leiten lassend, sah er sich nur bedingt um. Viel zu sehr war er von dem Blondschopf abgelenkt. „Langsam kleiner. Eins nach dem anderen. Mein Gehirn muss erst alles verarbeiten.“ Dabei ließ er einfach mal außen vor, dass er gerne mal ein wenig verpeilter war, als der Rest der meisten Menschen. „Ist das hier überall so. Ich meine mit dem heißen Wasser und Strom.“ Für ihn eine Seltenheit. Zumindest konnte er sich nicht mehr daran erinnern auf seiner Reise je einen Ort gesehen zu haben, der über derartiges verfügte. „ Wo ist denn dein Zimmer? Damit ich nachher auch weiß, wo ich hin muss.“, neckte er Chris kurz und ging über in ein erfrischendes, gar beherztes Lachen.
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invon Chris Miller •
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Chris fing an zu lachen, an so was hatte er als Letzte gedacht, es war ja erst ein paar Wochen her, seitdem er das erste Mal in seinem Leben Sex hatte. Es war bis dato die schönste Nacht in seinem Leben. Er würde Six immer als Freund sehen, auch wenn zwischen ihnen wohl nicht noch mal so was passieren würde. Er grinste etwas dümmlich als Amon ihm durch die Haare wuschelte. Vielleicht hatte dieser ja Recht und Finn würde in ein paar Tagen hier wieder auftauchen. Dann würde er seinem Bruder aber die Meinung sagen. Er hatte versprochen ihn nie mehr alleine zu lassen. Sie hatten nicht viel Zeit zusammen, nur ein paar Wochen. Nach den viele Jahren, wo sie sich nicht gesehen hatten. Chris deutete nach oben. „Die Limo steht oben im Kühlschrank, ich trinke sie lieber kalt und so lange wir einen Kühlschrank haben, werde ich das auch nutzen“.
Er sah dem anderen in die Augen und schüttelte seinen Kopf. „So viele Bars und Kneipen gibt es hier leider nicht. Im Ort gibt es ein Restaurant und es gibt ein Pub, die brauen ihr Bier noch selber. Aber wir können gerne mal da hin, ich würde mich auch über einen Club freuen, ich habe das immer in den Filmen gesehen. Aber so was gibt es hier leider nicht“. Und es gab ja Menschen, die das überhaupt nicht haben wollten. Er musste nur an Lennox denken, der mit ihm nichts zu tun haben wollte, weil Chris eben nur ein junger Mensch war, mit Wünschen und Sehnsüchten.
Während Chris ihn mit nach oben nahm und durch die Räume ging, redete er ununterbrochen. Er hatte selten jemand mit dem er reden konnte. Seit dem Falk verschwunden war und sein Bruder, Six redete mit ihm, aber dieser hatte sich auch schon 3 Tage nicht mehr bei ihm blicken lassen.
Er drehte sich zu ihm um und lächelte ihn an.
Chris nickte Langsam in den meisten Häuser die noch Intakt sind, gibt es eine Wasserzufuhr von dem Staudamm auf dem Berg. Den warten wir immer wieder und da ist alles in Ordnung. Und fast alle Häuser haben eine Photovoltaik Anlage und Toni wartet sie alle regelmäßig. Wenn welche kaputt gehen, geht Chan auf Tour und besorgt neue“.
Chris sah ihn an und schmunzelte, öffnete dann eine Tür und ging schon mal vor. Sie kamen in seinem Zimmer an und er zeigte ihm seinen Raum. Es war nichts Besonderes, ein Bett ein Schrank, ein Schreibtisch, neben einen Stuhl und einige Plakate an den Wänden. Dann ging er wieder raus und ging den Flur runter und kam in der Küche an, er ging zum Kühlschrank und holte einen Krug mit Limonade raus und stellte ihn auf den Tisch. Daneben zwei Gläser und er setzte sich. “. Er goss beide Gläser voll und schob ihm ein Glas hin. "Erzähl mir von dir, wie bist du hierhergekommen, wie war dein Leben, bevor du hierhergekommen bist. Wer hat die backen beigebracht und Im Wohnzimmer kannst du nachher schlafen, aber ich mache uns noch was zum Essen“. @Amon


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Amon wusste von all den Ereignissen nichts. Nichts davon, dass Chris erst vor kurzem seine Jungfräulichkeit verloren hatte noch von dem Ereignis, dass er seinen Bruder vermisste. All das blieb dem Blondschopf verborgen. Doch das dümmliche Grinsen, welcher der kleinere von sich gab, das blieb ihm keinesfalls verborgen. „Menschen kommen und gehen. Man weiß nie, was ihnen im Kopf herumschwirrt. Dabei ist es egal welche Versprechen sie machen. Versprechen sind meist dazu da um sie zu brechen.“ Auf das Wort vieler Menschen konnte man heute nichts mehr geben. Irgendwann würde auch einem Chris dies bewusst werden. „Perfekt. Getränke sollten immer gekühlt sein.“ Dabei hatte Amon schon lange nichts Gekühltes mehr getrunken. Wenn er Glück hatte war es kalt genug, sodass die Bäche schön erfrischend waren oder er aber im Winter ein wenig Eis ergattern konnte. „Das macht doch alles nichts. Man kann sich auch eine eigene Party kreieren. Du musst wirklich ein wenig mehr Fantasie bekommen Kleiner.“ Amon war selbst noch nie in einem Club. Zumindest in keinem der noch betrieben wurde. Meist standen sie leer und wurden als Unterkünfte genutzt oder lediglich dafür um noch Proviant und ähnliches zu ergattern. Ihm durch das Haus folgend, sah sich Amon nur bedingt um. Er merkte sich nur das, was wichtig war und dennoch würde er sich wohl am heutigen Tag noch so einige Male verlaufen. Es lag in seiner Natur ein wenig verpeilt zu sein, was er allerdings mit seinem Charme gut kaschieren konnte. Den Worten von Chris lächelnd lauschend, nahm er das wichtigste für sich an und sah sich in dessen Zimmer um. „Ein wenig karg, aber kein Wunder. Man findet ja auch nicht viel zurzeit.“ Dabei hätte Rosa in dieses Zimmer bestimmt seinen Platz finden können. Oder gern auch ein knalliges Pink. Allerdings dachte sich Amon schon, dass er dahingehend noch ein wenig mehr Überredungskunst leisten müsste. Chris sah nicht gerade wie der Mensch aus, der sich ein wenig Pink im Leben vorstellen konnte. Wie dem auch sei folgte er dem Blindschopf erneut zurück und hinab in die Küche. Eines der Gläser entgegennehmend, trank er einen guten Schluck und schloss für einige Sekunden genießerisch die Augen. „Fantastisch.“, brachte er seufzend hervor. War das lange her, dass er derartiges getrunken hatte. „Ich komme aus Riverdale. Eine kleine Stadt in Georgia. Mit 15 musste ich von dort Weg. Die Naturkatastrophen haben die ganze Stadt verschluckt. Der nahe gelegene See ist einfach übergelaufen. Eine Weile war ich allein, dann traf ich immer mal wieder auf die verschiedensten Menschen und Gruppierungen. Hin und wieder bin ich mit ihnen gezogen sowie auch mit der letzten Gruppen, mit der ich ankam.“, erklärte Amon recht übersichtlich und grob. „Und das Backen habe ich mir früher bei meiner Großmutter abgeschaut. Nur durfte ich es nie selber machen. Als ich unterwegs war, bin ich in einer Kleinstadt angekommen, die es noch nicht so schlimm getroffen hatte wie die umliegenden. Eine Bäckersfrau hatte mich aufgenommen. Dafür das ich bei ihr bleiben durfte, musste ich dann in der Backstube helfen.“
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Chris atmete tief ein und aus und sah den anderen an. Amon hatte recht, noch nie hatte jemand sein Versprechen gehalten. Noch nie hatte jemand wirklich zu Chris gehalten. Klar hatte er wohl ein paar Bekannte hier, mit denen er redete, wenn er ihnen auf der Straße begegnete. Auch hoffte er, Six wiederzusehen. Nicht, weil er Sex mit ihm hatte und auch nicht, weil er was von ihm wollte.
Es war ihm klar, dass er und Six nicht wirklich zusammenpassen würden. Aber man konnte trotzdem noch befreundet sein. Zumal Six der Einzige in der Stadt wusste, dass Chris ein Transmann war, seitdem sein Bruder Finn verschwunden war.
Man brauchte jemand, mit dem man mal reden konnte, wenn man es brauchte.
Amon hatte recht, man brauchte nur ein paar gute Freunde und was zum Trinken und man konnte eine Party machen. Er hatte viel gehört am Anfang, wo alles anfing und er noch klein war. Die Älteren erzählten von Lagerfeuern und einer Kiste Bier und Musik aus einem Wagen. Oder aus einer tragbaren Soundanlage. Das gab es ja noch, sie hatten noch Strom, sie konnten die Akkus aufladen. Sie konnten alte Musik auf CD oder Sticks anhören. Aber sie taten es nicht, dazu kannte er hier zu wenig, die mit ihm so was machen wollten.
„Würdest du denn zu einer Party kommen, wenn ich dich einlade?“
Ihn würde es sehr freuen, er würde gerne den größeren besser kennenlernen.
Chris stand in seinem Zimmer und sah den anderen an. „Man findet schon, oben auf dem Berg, da gibt es noch viele Häuser, die noch voll möbliert sind, ich war ein mal mit den Chosen dort oben.
Aber man braucht dann einen Wagen, mit dem man alles transportieren kann und Leute, die einem helfen, beim Tragen. Aber na ja, es geht auch so, ich bin froh, dass ich ein Zimmer habe“. Er hatte ja viele Jahre kein eigenes Zimmer gehabt und musste mit vielen in einem Zimmer schlafen oder unter freiem Himmel oder in einem Zelt. Da war so ein Zimmer schon ein Luxus.
Chris trank auch einen Schluck und betrachtete den anderen, er konnte sich vorstellen, wie es war, wenn man nach langer Zeit endlich mal wieder eine Limo trinken konnte. Die dazu noch eiskalt war. Er konnte sich noch gut an seine erste erinnern, an dem Tag als er seinen Bruder nach so vielen Jahren wieder sah.
„Das Rezept ist eine eigene Kreation, ich habe vom Nachbarn Früchte bekommen, die habe ich entsaftet, mit etwas Zucker gekocht. Leider haben wir keine Kohlensäure, ich erinnere mich als Kind habe ich das gerne getrunken“.
Er lauschte den Worten des anderen Mannes, er fand ihn sehr interessant, aber es war nicht jeder Fremde interessant, solange sie nicht böser Absicht hier in den Ort kamen. Chris überlegte, wie weit wohl Georgia von New York weg lag, aber es musste weit sein, über 1000 Meilen (ca. 1.609 km), nun trafen sie sich doch hier in der kleinen Stadt, es war wie ein Wunder.
„Ich habe meine Gruppe schon Wochen verloren, auf dem Weg hier her. Ich habe von dem Ort gehört, aber ein Sturm kam auf, ich habe mich in einer Hütte im Wald versteckt, am nächsten Tag war alles ruhig. Ich brauchte eine Weile, um aus der Hütte herauszukommen. Niemand half mir, sie waren alle weg. Ich habe sie nie mehr gesehen. Den Rest des Weges war ich alleine unterwegs. Dann kam der Riss im Highway. So was habe ich noch nie gesehen, mindestens 8 Meter breit. Wie, wenn man die Welt in zwei Teile gerissen hätte. Ich bin tagelang den Berg hochgelaufen, bis zu einer Abzweigung und dann wieder tagelang wieder runter. Es war schrecklich, zum Glück war es Sommer und ich hatte noch Nahrung dabei. Dort oben gibt es einen Bach, der die ganze Zeit neben mir her floss. Also verdursten musste ich nicht. Als ich dann unten ankam. Sah ich, dass ich den Riss im Highway überwunden hatte“.
Chris lächelte ihn an. „Du hattest eine Großmutter, das ist toll, ich erinnere mich noch an meine Mutter, ich war etwa 6 als sie starb. Es war nach dem großen Beben, sie wurde schwer verletzt, ich kam in ein Heim und mein Bruder war erst 17, er durfte mich nicht behalten“.
Er lächelte ihn an, trank noch einen Schluck von seinem Drink. „Wir hatten auch eine Bäckerin, leider war sie auf der Suche nach ihrem Mann und ist nicht lange geblieben. Es wäre schön, wenn es bald wieder regelmäßig frisches Brot geben würde“. @Amon


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