Als ich geboren wurde, da war die Welt noch in Ordnung,...naja nicht in Ordnung Ordnung aber die Apocalypse hatte sich noch nicht abgezeichnet, auch wenn ich viele Stimmen gehört habe, das schon vor über hundert Jahren die Menschen in Sorge waren ...warum sie damals nicht nichts getan habe,...kein Plan.
Wie auch immer,... Meine Schwester und ich sind in Miami geboren worden, sie hat zwar zuerst Luft geatmet, aber ich war sicher, ich war der Erstgeborene. Das sagen auch einige Bücher, die ich gelesen habe, der Erstgeborene schiebt den schwächeren Zwilling heraus, nicht dass sie schwach war...zurück zum Thema.
Meine Eltern waren in der Medienbranche tätig, und obwohl sie uns liebten, hatten sie kaum Zeit für uns. Unser Kindermädchen hingegen kümmerte sich rührend um uns. Bis sie uns verließ...mögen die...möge Gott ihrer Seele gnädig sein.
Meine Schwester...sie war seitdem nicht mehr dieselbe. Normalerweise verbrachten wir beinahe die ganze Zeit miteinander, planten Streiche oder sonstwas. Von dem Moment an wurde sie aber abweisend, gab allen die Schuld an alles. Und dann verschwand sie. Keiner weiß, ob sie weggelaufen ist, sie entführt wurde oder ob sie einen Unfall hatte. Auch wenn ich von letzteren nie überzeugt war, immerhin hatte ich das gefühlt, sie und ich...wir hatten immer diese Verbindung wie sie Zwillinge hatten...der Verlust war für mich....anders...es war....ach egal.
Meine Eltern kamen nicht damit klar und sie schickten mich zu meinem Onkel in Illinois, nicht weit von Chicago entfernt. Ich weiß nicht einmal, ob er der Bruder meines Dads oder der von meiner Mom war...auf jeden Fall war er nicht begeistert davon, sich um ein Kind zu kümmern, etwas, das er verbal und manchmal auch schlimmer zum Ausdruck brachte. Das einzig gute war, dass er mich sehr früh zu einem Bekannten abgeschoben hat, damit ich da etwas lerne, damit ich auch etwas fürs Essen tue, dass er mir so großzügig gibt. So begann ich meine Ausbildung zum Schlosser, ich hatte sie auch beendet, als die Welt nicht begonnen hätte, ins Chaos zu stürzen. Ein paar meiner Kumpels und ich,...wir sammelten alles was wir für wichtig empfunden haben und verschwanden aus der Stadt, die Unruhen unter den Bürgern, die Proteste und alles wurde immer gespannter und immer gewalttätiger. Da waren wir nun eine Gruppe Teenager mitten in einer Apocalypse...wir haben nach einiger harter und verlustreicher Zeit ein Camp gefunden, eine kleine Gemeinde, die uns aufgenommen hat und in der wir nicht unbeschadet aber dennoch irgendwie den Untergang der Welt überlebten.
Wie solche Gemeinschaften leider schon damals im Fernsehen waren, hatte auch diese ihre Probleme. Interessenkonflikte mündeten in Streit, Streit in Feindseligkeit und das sorgte irgendwann dafür, dass aus Last Hope, so hieß die Gemeinde, irgendwann Lost Hope wurde. Als unser damaliger Anführer starb, kam es dann zum Big Bang. Einer seiner Söhne wollte die Gemeinschaft übernehmen und mit strenger Hand führen, das gefiel anderen wiederum nicht. Zu der Zeit war ich ein Scavenger, ein Aasgeier und Plünderer, im Gegensatz zu den anderen habe ich mich aber immer als Erforscher der Zeit vor der Apokalypse gesehen, eine Art Archäologe und Schatzsucher. Als der Zwist in der Gemeinde zu heiß wurde, war ich nicht einmal da...so habe ich nicht mitbekommen, was wirklich passierte, aber alles hat wortwörtlich gebrannt.
Seitdem bin ich auf der Straße Zuhause, reise von Gemeinschaft zu Gemeinschaft, erkunde interessante Orte und suche Dinge, die man tauschen oder selber nutzen kann.
Hin und wieder spiele ich auch den Postboten, sofern man mir vertraut, zwischen kleineren Camps. Bisher hab ich Glück gehabt, keinem Kannibalen oder ähnlichen begegnet zu sein, vor denen ich mittlerweile sieben oder acht Mal gewarnt wurde,...und auch die unheimlichen Mutanten vor denen einige doch Angst haben, die durch irgendwelche Chemikalien aus den alten Fabriken zu Monstern geworden sind, sind mir bisher nicht auf dem Leib gerückt. Ich glaube zwar nicht, dass sie existieren, sicher ist aber dennoch sicher...
Wenn ich unterwegs bin, dann mit meinem treuen Bike, das ich selbst modifiziert habe. Auch wenn ich den Wind in den Haaren liebe, schiebe ich es häufiger, als das ich es fahre, Benzin ist ein seltenes Gut, und wenn man irgendwo alleine einen Unfall baut, ist keiner zur Stelle um dir zu helfen.
Auch wenn ich gerne unterwegs bin und noch lieber Ruinen erforsche, hätte ich dennoch gerne einen Ort, an dem ich länger leben könnte, eine neue Gemeinschaft,...einen...ach egal.
Wenn ihr mehr von mir erfahren wollt, ich habe da einige Aufzeichnungen in denen noch mehr zu sehen ist...ja es sind Comic, aber warum sollte man etwas mühselig beschreiben, wenn man einfach ein Bild davon zeichnen kann und selbst wenn es nicht die Definition eines Tagebuchs ist, kann man viel daraus über mich lernen, klar steht da nicht alles drin, wenn euch brennend etwas interessiert,...Fragt einfach, ich beiße nicht...selten.